Nachlese zum SMART PLASTICS Kongress: "Wenn Dinge sehen, hören und fühlen".

Kunststoff-Folien, in die Sensoren eingebaut sind, können fühlen, riechen, hören und sehen. Und: Sie können in nahezu jede Form gebracht werden. Anstelle von Schaltern oder Tasten steuert der Mensch durch eine fühlende Oberfläche oder Alltagsgeräte erfassen mit ihren „Sinnen“ ihre Aufgabe selbst. Was sich als Zukunftsmusik anhört, haben Unternehmen der oberösterreichischen Initiative Smart Plastics (ISP) beispielsweise bei einer Mittelkonsole eines Autos bereits umgesetzt. Diese Initiative ist eine Gruppe von 14 Unternehmen, die an der Schnittstelle von Kunststofftechnik, Mechatronik und Design kooperieren und diesen Kongress veranstalten.

Smart Plastics erweitern unsere Sinne

„Aus Smart Plastics werden künftig zunehmend auch Dinge sein, mit denen wir uns umgeben. Sie werden unser reales Tun erfassen und aus diesen Daten einen Mehrwert für uns Menschen schaffen. Damit verändern sie die Qualität unserer Wahrnehmung grundlegend, denn wir erweitern unsere Sinne sprunghaft zu einer nie gekannten Fülle“, sagt Professor Georg Steinbichler von der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, gleichzeitig Leiter für Forschung und Entwicklung Technologien bei der Engel Austria GmbH und hauptverantwortlich für das Programm dieser Veranstaltung.

 

Der Fingerzeig macht‘s möglich

So stellte Dr. Barbara Stadlober von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH aus Graz eine neue Technologie vor, bei der Alltagsgegenstände mit Hilfe von Druck- und Temperatursensoren Informationen über die Umgebung erhalten. So könnten beispielsweise Geräte allein per Fingerzeig gesteuert werden. Möglich wäre so eine intuitive Steuerung von Industrierobotern mittels sensitiver Oberflächen an Stelle von Drehreglern, Tastern und Schaltern.

Professor Siegfried Bauer von der Johannes Kepler Universität berichtete von den in Linz entwickelten dehnbaren Batterien. Solche Batterien könnten beispielsweise Energiequellen für in Textilien integrierte dehnbare Elektronik sein. Portable Geräte könnten so direkt in die Kleidung eingearbeitet werden. 


Know-how bündeln

„Die Initiative Smart Plastics (ISP) bietet optimale Strukturen für die Umsetzung von Projekten. Smart Plastics erfordern sehr unterschiedliches Know-how. Ein Unternehmen allein kann dies im Regelfall nicht leisten, aber durch die Bündelung des Wissens in der ISP spielen die oberösterreichischen Unternehmen in der ersten Liga. Deshalb betreut der Kunststoff-Cluster der Clusterland Oberösterreich GmbH diese Gruppe und ist auch für die organisatorische Abwicklung des Kongresses verantwortlich“, erklärt Cluster-Manager DI (FH) Christian Altmann die Rolle des Netzwerks.

 

Nähere Infos zur Initiative Smart Plastics  (inkl. Übersicht der Partnerunternehmen) und zum Kongress finden Sie auf

www.smart-plastics.com


Landesrat Dr. Michael Strugl und DYNAXITY Geschäftsführer Dr. Ekkehard Redlhammer