Frankreich – Großer Markt mit guten Chancen für österreichische Unternehmen

Mit seinen 65 Millionen Einwohnern ist Frankreich hinter Deutschland der zweitgrößte Konsumentenmarkt Europas und fünft-größter Exportpartner Österreichs. Starke Industriesegmente in den Bereichen Automotive, Aerospace, Chemie, Pharma und Medizintechnik bieten österreichischen Zulieferern große Chancen. Ökoenergie und thermische Sanierung sind Bereiche in Frankeich, wo bereits jetzt, jedoch zunehmend auch in den nächsten Jahren aufgrund gesetzlicher Vorgaben sehr viel investiert werden wird. Dazu kommt eine Vielzahl von französischen F&E-Einrichtungen und –Netzwerken, wie beispielsweise Plastipolis im Kunststoffbereich, die sehr kompetent in der Grundlagen- bzw. angewandten Forschung arbeiten und österreichischen Unternehmen exzellente Möglichkeiten für Forschungskooperationen bieten.


Warum aber werden diese Chancen von den österreichischen Unternehmen bislang nur eingeschränkt genutzt?

„Es liegt sicherlich auch an der Sprache, vor allem aber auch am Kommunikationsverhalten der Franzosen, das für Österreicher eher gewöhnungsbedürftig ist“, weiß der französischer Außenhandelsrat und DYNAXITY-Berater Jacques Haebig, der auf eine über 30-jährige Erfahrung als Manager für die französischen Märkte bei VAI / Siemens-VAI zurückblicken kann. „Die persönliche Beziehung steht bei Franzosen klar im Vordergrund, daher ist der regelmäßige Kontakt mit französischen Geschäftskunden essenziell“, so der Experte weiter. „Punkten können österreichische Firmen in Frankreich vor allem mit fit-for-use-Produkten, guter Abwicklung und hochwertigen Qualitäten. Allerdings ist Innovation für Franzosen vor allem bei Industriegütern wesentlich wichtiger als Perfektion. Überperfektion und Prestige-Denken wird von französischen Industriekunden zumeist abgelehnt. Dennoch gibt es Bereiche, wo Franzosen Perfektion erwarten und dafür auch bereit sind zu zahlen: nämlich bei Luxusartikeln, im Design- und Wohnbereich, bei Lebensmitteln und in der Gastronomie.“

 

Viele Unternehmen sind sich einig, dass Frankreich ein sehr interessanter, chancenreicher Markt ist, bei dem jedoch spezielle „Spielregeln“ gelten, die zu beachten sind.

„Wir fungieren hier gewissermaßen als Lotsen, die österreichischen Unternehmen helfen, die Klippen und Riffe zu umschiffen und so erfolgreich die französischen Märkte zu erschließen“, so Ekkehard Redlhammer, Geschäftsführer von DYNAXITY Consulting und französischer Honorarkonsul in Oberösterreich. „Neben unseren sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen und unseren langjährigen Erfahrungen mit französischen Geschäftskunden, bringen wir auch unsere Kontaktnetzwerke in unsere Beratungsprojekte mit ein. Damit können wir den Markteintritt bzw. die Marktentwicklung vereinfachen und beschleunigen“, so Redlhammer weiter. „Und wen man einmal erfolgreich die ersten Schritte auf den französischen Markt gesetzt hat, dann öffnen sich weltweit weitere Märkte in den französischen Übersee-Departements und den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika.“

Dass man in Frankreich sehr erfolgreich sein kann beweisen nicht nur etablierte Großunternehmen wie voestalpine, MIBA oder Fronius, sondern auch KMUs wie jener oberösterreichischer Mittelbetrieb aus dem Traunviertel, der seine Produkte seit einigen Jahren nicht nur in ausgewählten europäischen Märkten und auf dem französischen Festland („France métropolitaine“), sondern inzwischen auch in den französischen Überseegebieten verkauft und alleine mit dem französischen Markt den Unternehmensumsatz verdoppeln konnte.

 

DYNAXITY Consulting bietet maßgeschneiderte Beratungsleistungen für die ihre Internationalisierung bzw. die Erschließung und Entwicklung ausgewählter Auslandsmärkte an und arbeitet dabei eng zusammen mit dem Exportcenter OÖ, der WKO-Außenwirtschaftsorganisation, UBIFRANCE und der französischen Standortagentur Invest in France Agency. Je nach Anforderung begleiten wir unsere Kunden auch operativ in allen Phasen des Vertriebs und der Auftragsbearbeitung (Prospektion, Akquisition, Angebotslegung, Verhandlung, Finanzierung, Behördenwege, Vertragsgestaltung, Inkrafttreten, Logistik, Abwicklung).